
Der Zertifikatskurs Medienpädagogische Praxis – #mepps – ist ein berufsbegleitendes Weiterbildungsangebot des Katholisch-Sozialen Instituts (KSI) in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und medienkompetenz CONNECT. Er richtet sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Bildungsarbeit, Sozialwesen, Schule und kirchlichem Dienst, die Medien bereits in ihrem Berufsalltag nutzen und ihre Kompetenzen gezielt erweitern möchten.
Im Fokus stehen sowohl die praktische Medienarbeit als auch die reflektierte Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen und politischen Bedeutung digitaler Medien. Der Kurs spricht insbesondere Fachkräfte an, die eigene medienpädagogische Angebote entwickeln, ihre methodischen und technischen Fähigkeiten ausbauen sowie aktuelle Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz, Soziale Netzwerke oder digitale Kommunikationsformen besser verstehen und einordnen möchten.
Kursinhalte und Struktur
Das Kurskonzept basiert auf einem Blended-Learning-Ansatz, der Präsenzphasen mit digitalen Lernmodulen verbindet. Dadurch wird eine kontinuierliche und zugleich flexible Qualifizierung ermöglicht. Im Verlauf des Kurses entwickeln die Teilnehmenden eigene medienpädagogische Projekte, die unmittelbar in die Praxis übertragen werden können.
Inhaltlich vermittelt der Kurs sowohl theoretische Grundlagen als auch praktische Kompetenzen. Dazu gehören unter anderen:
- Medienpädagogische Grundlagen: Medien, Kommunikation, Medienkompetenzbegriffe
- Aktive Medienarbeit: Audios, Videos und mobile Medien
- Aktuelle Trends und Debatten der Medienbildung: Künstliche Intelligenz, Social Media-Verbote, Big Tech und Alternativen
- Politische Medienbildung: Demokratiebildung, Hass im Netz, Anti-Extremismus online
- Mediale Lebenswelten: Apps, Games, Computer- und Konsolenspiele; QR-Code-Rallyes; interaktives digitales Storytelling, Edu-Caching uvm.Â
- Mediendidaktik: von der allgemeinen Didaktik zu medienbezogenen Lernsettings; alters- und lebensweltbezogene Methoden der Medienpädagogik
- Rechtsfragen für Medienpädagog/-innen: Datenschutz, Urherberrecht, Medienrecht
- Kinder- und Jugendmedienschutz: Pädagogische Haltungen zwischen Regulierung und Förderung
- Philosophisch-theologische Grundfragen: Medienethik und netzpolitische Fragen im Kontext der Medienpädagogik
- Medienpädagogisches Praxisprojekt: Durchführung, tutorielle Begleitung und Reflexion eines Projekts im eigenen Arbeitsfeld
Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt über ein Online-Bewerbungsverfahren. Pro Durchgang stehen maximal 15 Plätze zur Verfügung, weitere Kurse sind geplant. Die Bewerbungsfrist läuft in diesem Jahr vom 16. März bis zum 5. Juni 2026.
