
Künstliche Intelligenz (KI) verändert unsere Gesellschaft in rasantem Tempo. Wie können wir diese Entwicklung so gestalten, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch die Enzyklika Magnifica Humanitas, in der Papst Leo XIV. dazu aufruft, technologische Innovation stets an Menschenwürde, Verantwortung und Gemeinwohl auszurichten.
Und wie finden wir selbst zu einer möglichst sicheren und reflektierten Nutzung der technischen Möglichkeiten? Was hilft uns, die Anwendungen grundlegend zu verstehen und da einzusetzen, wo sie sinnvoll sind, ohne unsere menschlichen Bedürfnisse und Talente zu vernachlässigen? Schließlich ist die Technologie schon lange in unserem Alltag angekommen, in der Bildungsarbeit ebenso wie in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Verwaltung oder der kirchlichen Praxis und nicht zuletzt nimmt sie auch im privaten Umfeld immer mehr Raum ein.
Vom ersten Prompt bis zur reflektierten KI-Nutzung
Genau diese Fragen stehen im Mittelpunkt der KI-Challenge von medienkompetenz CONNECT, die in Lizenz der KEB Bayern durchgeführt wird. Hier erwerben die Teilnehmenden seit Mai nicht nur praktisches Wissen über KI-Anwendungen, sondern lernen auch, Möglichkeiten und Risiken der KI kritisch einzuordnen und sie verantwortungsvoll im beruflichen und ehrenamtlichen Alltag einzusetzen.
Das Blended-Learning-Format, die Verbindung von Selbstlernprogramm und praxisnahen Online-Veranstaltungen,vermittelt den Umgang mit einzelnen Tools. Dabei erfahren die Teilnehmenden, wie große Sprachmodelle funktionieren, weshalb gute Prompts bessere Ergebnisse liefern, aber auch warum menschliche Kontrolle unverzichtbar bleibt. Sie beschäftigen sich mit Bild- und Video-KI, Deepfakes und Urheberrecht, reflektieren Datenschutz und Transparenz und diskutieren ethische Fragen rund um den KI-Einsatz.
Noch ist der Einstieg möglich
Auch wenn sich die KI-Challenge langsam auf der Zielgeraden befindet, lohnt sich eine Anmeldung weiterhin. Die kommenden Wochen bieten noch zahlreiche Möglichkeiten, in diese Themen einzusteigen.
Wer das Zertifikat erwerben möchte, kann alle Voraussetzungen erfüllen: der erfolgreiche Abschluss des Selbstlernprogramms sowie die Teilnahme an mindestens zwei Online-Veranstaltungen. Das Zertifikat kann bis spätestens 30. Oktober 2026 beantragt werden; der Selbstlernkurs selbst bleibt noch bis 20. Februar 2027 geöffnet und bietet damit genügend Zeit, die Inhalte auch über die Veranstaltungsreihe hinaus zu vertiefen. Die angemeldeten Teilnehmer:innen können die Challenge selbstverständlich auch unabhängig vom Zertifikat im eigenen Tempo absolvieren.

Diese Themen erwarten Sie in den kommenden Wochen
In den Online-Veranstaltungen im August und September geht es um die konkrete Anwendung im beruflichen und privaten Alltag, vom professionellen Prompting über KI in der Social-Media-Arbeit bis hin zu KI-gestützter Kommunikation. Die Workshops bieten Gelegenheit, Fragen aus dem eigenen Arbeitsalltag einzubringen, neue Werkzeuge kennenzulernen und sich mit anderen Teilnehmenden auszutauschen.
- Prompten wie ein Profi: überzeugende Ergebnisse erhalten
- KI & Social Media: Wie kann Künstliche Intelligenz die Social-Media-Arbeit erleichtern?
- Tools & Questions – Bild- & Video-KI: Anwendungen und Austausch
- Tools & Questions – KI & Social Media: Anwendungen und Fragen
- KI & Kommunikation: für alle, die beruflich oder ehrenamtlich schreiben. Wo KI sinnvoll unterstützt
Alle Informationen zur KI-Challenge sowie die Anmeldung zu den noch ausstehenden Veranstaltungen finden Sie auf der Plattform der KI-Challenge.
KI-Kompetenz für die Praxis
KI entwickelt sich rasant. Umso wichtiger ist es, sich bewusst Zeit für das Thema zu nehmen. Denn nur wenn wir uns kontinuierlich mit ihren Möglichkeiten, Grenzen und Auswirkungen auseinandersetzen, entsteht ein Bewusstsein für die Komplexität dieser Technologie und dafür, wie eng technische, gesellschaftliche, ethische und ökologische Fragen miteinander verknüpft sind. Ein solches Bewusstsein ist die Grundlage dafür, Entwicklungen kritisch zu begleiten, Chancen verantwortungsvoll zu nutzen und informierte Entscheidungen zu treffen.
Medienkompetenz und KI-Kompetenz bedeuten deshalb auch, sich immer wieder auf neue Entwicklungen einzulassen, Lernangebote wahrzunehmen und das erworbene Wissen Schritt für Schritt in den eigenen Alltag zu integrieren. Der Kompetenzerwerb deshalb kein einmal erreichtes Ziel, sondern ein kontinuierlicher Prozess.
Genau dabei möchte medienkompetenz CONNECT unterstützen, mit fundierten Informationen, praxisnahen Fortbildungen und Räumen für Austausch, Erprobung und gemeinsame Reflexion. Die KI-Challenge bietet einen strukturierten Einstieg in ein Themenfeld, das den beruflichen Alltag zunehmend prägt; sie möchte langfristig dabei unterstützen, den digitalen Wandel kompetent mitzugestalten. Wir bleiben an diesem Thema dran, ganz im Sinne der Frage, die auch die Enzyklika stellt: Wie kann die Technologie dem Menschen dienen?
